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Bleiberecht für Roma: Aktionstage vom 23.-25. März

Ort: Göttingen

Freitag, 23.03.2012

-Multimediale Ausstellung im Foyer der Kantine des Jungen Theaters mit Bildern und Interviews der Januar 2012 Recherchereise des Roma Center Göttingen e.V in den Kosovo, ab 17 Uhr
-Film und Diskussion in der Kantine des Jungen Theater,
20 Uhr
-Balkan Beats im Jungen Theaters, ab 22 Uhr

Samstag, 24.03.2012

Demonstration, Rosenwinkel (leineseitig), 11 Uhr;
Gänseliesel, ab 12 Uhr

- Sonntag, 25.03.2012

Gastspiel “Die im Dunkeln” Junges Theater, 20 Uhr

Mehr dazu hier.


Lesung: Europa erfindet die Zigeuner: Eine Geschichte von Faszination und Verachtung

Mit Prof. Klaus Michael Bogdal (Universität Bielefeld). Dieser Abend wird zusammen mit der Buchhandlung Kafka und Co. veranstaltet und findet am 15.2. um 19.30 Uhr in der Erlöserkirche Detmold (Marktplatz 6) statt, dem Ort der zweimaligen Nachtwache.

Eintritt: 4 €, ermäßigt 2 €

Handzettel als pdf-datei hier herunterladen.

Gepostet am: 04.01.2012


Pressemitteilung: Abschiebehaft wegen vermuteter Teilnahme an Mahnwache?

 

Nach wie vor besteht die Gefahr, dass auch Roma aus dem Kreis Lippe in das Kosovo abgeschoben werden. Hiergegen setzt sich das Aktionsbündnis „Wach bleiben“ ein. Nach erfolgreichen Mahnwachen muss nun diese Aktionsform überdacht werden, auch weil die Mahnwache zur Begründung eines Abschiebehaftantrages benutzt wurde.

Seit April 2011 setzt sich die Aktion „Wach bleiben“ gegen die Abschiebung von Roma aus dem Kreis Lippe in das Kosovo ein. Am Vorabend von zwei Sammelabschiebungen veranstaltete das Aktionsbündnis jeweils eine Mahnwache in der Erlöserkirche Detmold. Bis zu 150 Teilnehmer durchwachten die Nacht und machten so auf das Unrecht einer Abschiebung in Not und Elend aufmerksam. Frank Gockel, Sprecher des Aktionsbündnisses „Wach bleiben“ erklärt nun, dass die Fortführung der Aktion aus zwei Gründen vorläufig ausgesetzt wird. Er verweist auf eine Entscheidung des Landtages NRW und auf eine Beobachtung bei der letzten Mahnwache.

Am 9.12.2011 hat der Landtag NRW beschlossen, dass die Abschiebung von Roma in den Kosovo für einen Teil der Betroffenen im Winter ausgesetzt wird. Die Aktion „Wach bleiben“ begrüßt, dass nun bis März 2012 Abschiebeschutz für Familien, alleinstehende Frauen und SeniorInnen besteht. Gockel: "Allerdings geht dies aus unserer Sicht nicht weit genug. Noch immer können alleinstehende Männer und Ehepaare ohne Kinder abgeschoben werden." Außerdem hält „Wach bleiben“ jede Abschiebung von Roma in den Kosovo nach wie vor für nicht verantwortbar, weil sich die Situation für diese Personengruppe dort nicht grundlegend verbessert hat. Dies belegen aktuelle Berichte von Menschenrechtsorganisationen.

Der zweite Grund für die Aussetzung der nächtlichen Mahnwachen liegt im Umgang des Ausländeramtes des Kreises Lippe mit dieser Aktion. So mussten Flüchtlingsunterstützer feststellen, dass die letzte Mahnwache als eine Begründung für einen Abschiebehaftantrag gegen einen Roma genutzt wurde. „Wir sind erschrocken, dass schon eine vermutete Teilnahme an einer Veranstaltung in der Kirche als ein möglicher Grund für eine Abschiebehaft angesehen wird“, kritisiert Dieter Bökemeier, Flüchtlingsbeauftragter der Lippischen Landeskirche, den entsprechenden Antrag des Ausländeramtes Lippe. „Wir müssen nun überlegen, welche Aktionsformen wir bei zukünftigen Abschiebungen wählen, ohne dass dieses den Betroffenen zum Schaden auslegt wird.“

In jedem Fall fordert „Wach bleiben“ die Politik im Kreis Lippe auf, sich mit Nachdruck dafür einzusetzen, dass keine Roma in das Kosovo abgeschoben werden.

Gepostet am: 20.12.2011


Nächste Sammelabschie- bung nach Pristina, Kosovo: Mi. 7. Dezember 2011

Antirassistische Gruppen und Flüchtlingsorganisationen rufen erneut zu 
lautstarken Protesten am Flughafen auf: Ab 10 Uhr wollen wir im Flughafengebäude auf die zeitgleich stattfindende Abschiebung aufmerksam machen. Bringt alle auch selber mit, was ihr zum 
Protestieren braucht: Redebeiträge, Transparente, Theateraufführungen, Luftballons, Musikinstrumente, Redebeiträge, Gedichte, Flugblätter, Theaterstücke?
Wir treffen uns: am Mi. 7.Dezember 2011, 10:00 Terminal B am Düsseldorfer Flughafen
Bereits ab 8.00 Uhr werden die Flüchtlinge neben der Feuerwache des Flughafens (zwischen Terminal und Tor 36) auf das Rollfeld gebracht. Wie bei den letzten Sammelabschiebungen werden wir auch diesmal wieder den Ablauf der Abschiebung vor Ort beobachten. Kein Mensch ist illegal! Sand ins Getriebe der Abschiebemaschinerie!

weiter...

Gepostet am: 02.12.2011


Mahnwache gegen Roma-Abschiebung

Aus Anlass einer Sammelabschiebung von Roma aus NRW in den Kosovo fand kürzlich in Detmold eine nächtliche Mahnwache statt. Mehr als 100 Menschen waren zu Anfang auf Einladung der Aktion „Wach bleiben“ in die Erlöserkirche am Markt gekommen, um gegen dieses Vorgehen zu protestieren und ihre Solidarität mit Betroffenen zu zeigen.

 

Nach Informationen der Aktion „Wach bleiben“ waren auch Personen aus Lippe für den Abschiebeflug nach Pristina vorgesehen. Die kirchlich und sozial engagierten Mitglieder des Aktionsbündnisses gegen Roma-Abschie-bungen gehen aber davon aus, dass zurückkehrende Roma im Kosovo vor fast unüberwindbare Schwierigkeiten gestellt sind. Neben alltäglichen Diskriminierungen bis hin zu direkten Übergriffen droht eine absolute soziale Verelendung. Denn für die Rückgeschobenen gibt es meist keinerlei soziale Absicherung.

Aus diesen Gründen wenden sich nach wie vor viele Nicht-Regierungsorganisationen bis hin zu überstaatlichen Stellen gegen die Rückführungsaktionen von Roma in den Kosovo. Hinzu kommt, dass viele der von Abschiebung bedrohten Roma seit mehr als 10 Jahren in Deutschland leben und hier inzwischen verwurzelt sind. Vor allem für viele hier geborene Kinder gleiche ihre Abschiebung in den Kosovo einer Vertreibung in ein fremdes Land, so Pfarrer Bökemeier, Flüchtlingsbeauftragter der Lippischen Landeskirche. Außerdem mache die Pogromstimmung, die sich in vielen südosteuropäischen Ländern gegenüber Roma ausbreitet, den Betroffenen zusätzlich große Angst.

Der Abend in der Erlöserkirche begann mit einer bewegenden Andacht von Pfarrerin Martina Wehrmann und anschließenden Informationen zur Abschiebung von Roma durch den Flüchtlingsberater Frank Gockel. Im weiteren Verlauf des Abends gab es kurze Video-Einspielungen mit weiteren Informationen. Als besondere Höhepunkte traten der Liedermacher Rott und die Rapper von "WuZa inc." auf. Viele Menschen verbrachten anschließend die ganze Nacht in der Kirche

Gepostet am: 22.10.2011


Nachtwache gegen Roma-Abschiebung

Detmold: Am 13. Oktober wird es nach Informationen von Flüchtlingsunterstützern wieder einen größeren Sammleabschiebeflug aus NRW in den Kosovo geben. Es ist gut möglich, dass vielleicht auch Personen aus Lippe auf der Liste für diesen Flug stehen. Betroffen sind wahrscheinlich vor allem Roma, die zum Teil schon 10 und mehr Jahre in Deutschland leben und hier inzwischen verwurzelt sind. Im Kosovo, aus dem sie meist während des Bürgerkrieges vor etnischer Verfolgung geflohen waren, erwartet sie kaum vorstellbares Elend und ein nach wie vor diskriminierendes Umfeld. Viele internationale Organisationen raten deshalb dringend vor einer zwangsweisen Abschiebung in dieses Land ab. 
Gegen die Abschiebung wendet sich die Aktion „Wachbleiben“ mit einer Nachtwache in der Nacht von Mittwoch, 12. auf Donnerstag,13. Oktober in der Erlöserkirche am Markt in Detmold. Eventuell auch zusammen mit Betroffenen werden die Teilnehmenden ab 20 Uhr gemeinsam die Nacht durchwachen und für die Betroffenen beten. Daneben wird es ein buntes Programm mit Musik und Kultur geben; auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein.
Die Aktion "Wachbleiben"  ist ein breites Aktionsbündnis von kirchlich, sozial und politisch engagierten Menschen im Kreis Lippe. Es setzt sich dafür ein, dass es keine Abschiebungen von Minderheiten aus Deutschland in den Kosovo mehr gibt. Eine erste Aktion dieser Art gab es bereits am 12. April. 
Interessierte sind herzlich willkommen, sich an dieser Aktion zu beteiligen. Man kann auch gerne nur für zwei Stunden im Laufe des Abends dazukommen.

Gepostet am: 08.10.2011


Erste Wachbleiben-Aktion und Danksagung

In der Nacht vom 11. April auf den 12. April fand die erste Wachbleiben-Aktion - initiiert unter anderem von der Flüchtlingshilfe Lippe, der Kulturinitiative Detmold und der evangelischen Kirchengemeinde Detmold Ost - statt. Auch die ca. 150 TeilnehmerInnen haben durch ihre Anwesenheit und ihr Wachen, ohne die die Aktion in dieser Form gar nicht möglich gewesen wäre, einen erheblichen Beitrag zum Abend geleistet.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass keiner der Roma aus dem Gebiet Kreis Lippe von der Abschiebung, die am Morgen des 12. April stattgefunden hat, betroffen gewesen sind. Nichtsdestotrotz haben wir durch unser Wachen zwei wichtige Zeichen an zwei Adressaten gesetzt. Nämlich, dass wir erstens gegen die Abschiebung in ein Leben in Elend sind und zweitens hinter den Betroffenen stehen. 

Es ist geplant, die Aktion Wachbleiben in dieser Form auch künftig fortzuführen. 
Wir bedanken uns an alle, die uns unterstützt haben und verweisen weiterhin auf die Sonderausgabe des Newsletters der Flüchtlingshilfe Lippe, über deren Erscheinen Sie hier demnächst in Kenntnis gesetzt werden.

Freundliche Grüße,
Ihr Wachbleiben-Team

Gepostet am: 13.04.2011

 

 

Aktuelles

 

Unterschriftaktion: PädagogInnen gegen Abschiebung von Roma in den Kosovo via aufruf-gegen-abschiebung.de

In den nächsten Jahren sollen in Folge des Kosovo-Rückübernahmeabkommens von April 2010 alleine in Baden-Württemberg über 1.000 langzeitgeduldete Roma, darunter viele Kinder in den Kosovo abgeschoben werden, bundesweit sind es über 10.000. Die Landesregierung hat im August 2011 diese Abschiebungen vorübergehend ausgesetzt. In den nächsten Wochen soll entschieden werden, ob wieder aus Baden-Württemberg abgeschoben wird.

Hier geht's weiter.


Über Roma: Ausstellung in Berlin via jungle-world.com

Eine Ausstellung in Berlin zeigt Werke von Künstlern, die sich mit kulturellen Zuschreibungen und politischer Repräsentation von Roma in der Gegenwart und in der Vergangenheit beschäftigen.


Aus Politik und Zeitgeschichte: Sinti und Roma via bpb.de 

Die Ausgrenzung von   Sinti und Roma in Europa begann mit der Herausbildung der Territorialstaaten. Über 500.000 aus "rassischen" Gründen als "Zigeuner" Verfolgte wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Erst 1982 erkannte die Bundesregierung den Völkermord an. Rund 70.000 Sinti und Roma sind deutsche Staatsbürger. Mehr als drei Viertel der nationalen Minderheit haben Diskriminierungserfahrungen gemacht. Nach dem Abschluss des deutsch-kosovarischen "Rückübernahmeabkommens" stehen Roma aus dem ehemaligen Jugoslawien vor der Abschiebung, darunter viele, die hier geboren und aufgewachsen sind. Die EU-Kommission hat den Mitgliedstaaten aufgetragen, nationale Roma-Strategien zu entwickeln.


Amnesty Journal Juni 2011: Die Grenzen Europas via amnesty.de 

Die Hoffnung auf ein besseres Leben liegt auf der anderen Seite des Mittelmeeres. Tausende Flüchtlinge wagen wegen Unruhen und Bürgerkrieg die gefährliche Überfahrt von Tunesien nach Europa. Oder sie nehmen die nicht weniger riskante Route über Griechenland. Doch angesichts des humanitären Notstands verschärft Europa seine Grenzkontrollen: Flüchtlinge und Migranten aus Nordafrika sollen draußen bleiben.


Bulgarien: Behörden müssen eskalierende Gewalt gegen Roma stoppen via amnesty.de


Demonstration gegen Ausgrenzung, Abschiebung und rassistische Migrationspolitik

Die Antira AG der Uni Bielefeld und Move and Resist rufen für den 22. Oktober zu einer Demonstration gegen Ausgrenzung, Abschiebung und rassistische Migrationspolitik in der Bielefelder Innenstadt auf. Weitere Information hier.


Abgeschoben auf eine Müllhalde im Kosovo via greenpeace-magazin.de


Alles aktuelle hier!

          
     

 


Über unser Projekt

 

Herzlich willkommen auf unserer Internetseite zur Aktion "wach bleiben!", mit welcher wir beabsichtigen, auf die prekäre Situation der Roma im Kosovo und die inhumane Abschiebepraxis aufmerksam zu machen. 

Wir möchten BürgerInnen aus dem Kreis Lippe und überregional dazu ermuntern, Solidarität zu zeigen und gegen die Abschiebung zu protestieren. Wir werden uns am Abend vor einer drohenden Abschiebung in den Kosovo in einer Kirche versammeln, um mit den von der Abschiebung bedrohten Personen gemeinsam die Nacht zu durchwachen. Es wird ein buntes Programm mit Musik und Kultur geben und für das leibliche Wohl wird auch gesorgt. Leider erfahren wir den Termin einer Abschiebung auch erst sehr kurzfristig. Wir bitten alle, die mit uns die Nacht durchwachen wollen, sich daher in das Kontaktformular ein zutragen, damit wir Sie entsprechend informieren können.

Im Folgenden haben Sie die Möglichkeit, sich detaillierter über die Lage der Roma im Kosovo zu   informieren:

 

Weiter
Wach bleiben!    info@wachbleiben.info